Nachdem ich gestern mein MacBook Pro mit Leopard komplett neu installiert hatte, habe ich gehofft, die Probleme des Upgrade Versuchs wären erledigt. Leider war diese Annahme falsch. Der einzig positive Effekt ist, dass ich einige Altlasten, die das System im Laufe der Zeit zugmüllt hatten nun beseitigt habe.

Allerdings hat sich mein MacBook Pro von einem kraftvollen, schnelle und stabilen Tiger in einen weitwunden, lahmen und kränklichen Leoparden verwandelt. Offensichtlich scheint sich die Entwicklung, die Microsoft hinter sich hat nun bei Apple zu wiederholen.

Die Ursache für die beobachteten Zähigkeiten im System vermute ich derzeit im Bereich Netzwerk. Ich habe in meinem Haus mehrere WLAN Zugänge und bisher hat mein Mac immer die beste Figur was Geschwindigkeit und Verfügbarkeit des WLANs betrifft. Nach dem Update auf Leopard dauert es deutlich länger bis die verfügbaren WLANs angezeigt werden und der Rechner sich mit dem Netzwerk verbindet. Selbst der Zugang zu einem Airport Extreme bricht teilweise ab bzw. das eigentlich gespeichert Kennwort wird wiederholt verlangt.

Zwischenzeitlich kommt es ständig zu Hängern in allen netzbasierten Anwendungen wie Mail, Skype, Safari und Finder. Teilweise so extrem, dass nur ein Griff zum Powerschalter noch hilft.

Nach wie vor ist der Systemstart deutlich langsamer als unter Tiger, besonders nach der Installation von iWorks 08 und iLife 08 scheint das System deutlich länger zum Booten zu benötigen. Besonders irritierend finde ich das Fehlen eines Fortschrittsbalkens. Durch die relativ lange Bootzeit habe ich ständig das Gefühl, das System ist abgestürzt.

Neben diesen Patzern und Unzulänglichkeiten verblassen die eigentlich netten Systemverbesserungen und -erweiterungen. Hoffentlich kommt SP1 für Leopard möglichst bald heraus. Meiner bisherigen Erfahrung nach ist es wichtiger als das SP1 für Vista. Zwischenzeitlich denke ich ernsthaft über ein Downgrade zu Tiger nach!

Bin ich mit dieser Meinung alleine? Über Rückmeldung zu euren Erfahrungen würde ich mich freuen.

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