Nach meinen nicht so tollen ersten Eindrücken von Leopard habe ich dann den Support von Apple bemüht. Das Verhalten meines MacBooks war mit Leopard einfach nicht tollerierbar. Ich habe dann am Freitag mehrfach beim Support versucht durch zu kommen. Jedesmal wurde mir am Telefon eine Wartezeit von mehr als 15 Minuten avisiert. Nachdem es im Laufe des Tages nicht besser wurde (mit der Wartezeit), habe ich mich dann in der Warteschlange in Geduld geübt um nach kaum 40 Minuten ein menschliches Wesen an die Strippe zu bekommen. Nach der langen Wartezeit zu urteilen, bin ich nicht der einzige mit Problemen. Das steht in deutlichem Kontrast zu dem Nimbus der Einfachheit den Apple immer verbreitet.

Der Hotliner war dann auch freundlich und bemüht und nahm meine diversen Probleme mit meinem MBP entgegen, immer mit der Kommentierung, das wäre alles äußerst ungewöhnlich und ihm so noch nicht geschildert worden. Im einzelnen hatte ich folgende Probleme mit ihm besprochen:

  • extrem langer Bootvorgang (mehr als 1 min)
  • Wifi Verbindungen ließen sich nach Schlafmodus nicht mehr herstellen
  • Wechsel von einem WLAN ins andere klappten nicht mehr
  • Rechner (Finder) hängt sich komplett auf
  • Rechner wacht aus dem Schlafmodus nicht mehr auf (läuft aber)
  • Rechner wechselt beim Aufladen im Schlafmodus in den Wachmodus und läuft auf Höchstleistung allerdings bei schwarzem Bildschirm und wird kochend heiß
  • Nach manchem Bootvorgang war das konfigurierte Hintergrundbild weg und ließ sich nicht mehr ändern, beim nächsten Bootvorgang war dann wieder alles beim alten

Das Telefonat hat dann natürlich etwas länger gedauert. Schlußendlich kam der Hotliner zu dem naheliegenden Schluß, dass das nicht normal ist und er auf einen Hardware Defekt tippen würde. Ich solle das Gerät zum nächsten Serviceprovider bringen und reparieren lassen.

Bei dieser Gelegenheit ist mir aufgefallen, dass Apple seinem geneigten Publikum einiges an

Selbstdiagnosewerkzeugen vor enthält. Unter Windows wäre in einer solchen Situationen ein Blick ins Ereignisprotokoll zur weiteren Diagnose hilfreich. So was sucht man beim Mac allerdings vergeblich, zumindest habe ich nichts dergelichen gefunden.

Als ich das Gerät dann am gleichen Tag zu Gravis gebracht habe, hat man mir auch versichert, dass dieses Systemverhalten nicht in Ordnung ist und man sich um Besserung bzw. Reparatur bemühen wolle. Der erste Versuch soll mit einer anderen Version von Leopard erfolgen! In einem Nebensatz erwähnte der Techniker etwas, das darauf schliessen ließ, von Leopard wären auch "schlechte" Versionen im Umlauf. Da bin ich mal gespannt.

Im übrigen bin ich natürlich neugierig auf den Hardwaredefekt, der dieses ambivalente Systemverhalten erzeugt. Unter Tiger ist zwar sporadisch der ein oder andere der o.g. Punkte aufgetreten, allerdings sind diese dann mit Leopard repruduzierbar und ständig vorgekommen bis hin zu vollständigen Unbenutzbarkeit.

To be continued....

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